FOKUS im Leben

„Es gibt ein Leben vor dem Tod!“

 Wie oft im Leben belügen wir uns selbst? Wovor möchten wir uns schützen? Und wie oft verlieren wir dadurch den Fokus auf das, was wirklich wichtig ist?

 

Fokus im Leben: Pixabay

Auf Dauer, so ist Hermann Scherer überzeugt, verlieren wir durch Selbstlügen unsere Selbstachtung. Doch so deutlich der Erfolgsautor wird, er schwingt keineswegs die Moralkeule. Schließlich weiß er, dass jeder von uns im Schnitt 200-mal am Tag lügt. Und das ist gut so: In Experimenten haben Menschen versucht, eine Woche lang nicht zu lügen und rückhaltlos ehrlich zu sein. Eine solch blütenweiße Ehrlichkeit ist nicht nur unmöglich, sondern stört gewaltig das soziale Miteinander. Die nackte Wahrheit kann Paarbeziehungen sprengen, zu Trennungen führen. Geschäftsbeziehungen platzen lassen, Regierungen handlungsunfähig machen. Eine kleine Lüge kann Beziehungen, ja ganze Leben retten!


Für mehr Fokus im Leben: Nein zur Selbstlüge, ja zum Commitment

Doch wie verhält es sich mit der Selbstlüge? Hermann Scherer geht es in „Fokus!“ genau um die Lügen, die wir uns selbst auftischen. Wenn wir uns etwa selbst ein Wort geben und es am Ende nicht einhalten. Wenn wir irgendwann einmal zugeben müssen, dass wir uns selbst angelogen haben. Wie gehen wir damit um, wenn wir einräumen müssen, dass wir den eigenen Träumen nicht treu geblieben sind? Dass wir uns selbst verraten, verleumdet, verkauft haben. Dann verlieren wir die Selbstachtung. Wir manipulieren uns selbst und verlieren das Wichtigste aus den Augen – unser Leben!

Durch unser Ja zur Selbstlüge, sagen wir nein zu uns selbst. Dabei sind wir alle für irgendetwas im Leben angetreten. Und wir sind alle ganz alleine dafür verantwortlich. In aller Regel haben wir uns selbst ausgesucht, wofür wir angetreten sind und tragen alleinig die Verantwortung für die Umsetzung. Das jedenfalls denkt Hermann Scherer. Und er hat festgestellt: Nur die Wenigsten unter uns gehen wirklich bis zum Äußersten und arbeiten wirklich für das, was sie erreichen wollen. Den meisten fehlen die innere Stärke und das Durchhaltevermögen. Oder in Scherers Worten: Empowerment und Commitment. Manchmal mangelt es auch schlichtweg an Mut. Fokus bedeutet nämlich auch, in schwierigen Fahrwassern nicht aufzugeben und sein Bestes zu versuchen – bis zum Ende. Oder können Sie sich etwa eine Fußballmannschaft vorstellen, die bei einem Rückstand von 5:0 einfach mitten in der zweiten Halbzeit vom Platz geht – nach dem Motto: „So wir hören jetzt auf, hat ja sowieso keinen Sinn mehr“? Bis zur letzten bitteren Minute wird jede Mannschaft versuchen, das Blatt noch zu wenden oder wenigstens mit einem Ehrentreffer nach Hause zu fahren.

Größer sein, kleiner denken

Doch was machen wir Menschen im Alltag? Wir belügen uns selbst und geben uns mit dem Kleineren zufrieden. Wir sagen uns, das lohnt sich doch nicht. Scherers Lösung: Mehr Fokus auf unsere Visionen und echtes Versuchen bis zum Ende! Denn „wer in irgendeiner Hinsicht größer werden will, der muss kleiner werden. Kleiner denken. Fokussierter sein. Konzentrierter sein. Weniger machen. Sich weniger ablenken lassen.“

Hermann Scherers konkreter Tipp für mehr Fokus im Leben:

Seien Sie ehrlich zu sich selbst und lassen Sie sich nicht ablenken: „Alles, was unter dem Stunden- oder Tagessatz liegt, den Sie selbst erreichen könnten, dürfen Sie gar nicht selbst machen! Insbesondere dann nicht, wenn Sie Ihr Potenzial voll ausnutzen wollen.“ Denn was kostet es, das Geld zum Beispiel für die Haushaltshilfe zu sparen? Was sind die Opportunitätskosten? Was könnten Sie in der Zeit, in der Sie putzen, noch erledigen? Wie könnten Sie stattdessen Ihren Traum, Ihr Ziel vorantreiben?